Weinbauverbände begrüßen frühzeitige Rodungserlaubnis Antragsverfahren in der Umstrukturierung umgestellt

(bwv) Mainz. Die Weinbauverbände Rheinhessen und Pfalz im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV) begrüßen die frühzeitige Rodungsfreigabe der Rebflächen, die für die Umstrukturierung vorgesehen sind. Im Rahmen des aus EU-Mitteln finanzierten Umstrukturierungsprogramms können Betriebe Weinberge roden, um bei der Wiederanlage Fördergelder zu erhalten. Voraussetzung hierfür ist die optimale Anpassung der neu bepflanzten Rebflächen an moderne Technik und zukünftige Markterfordernisse.

Bevor die Weinberge aber gerodet werden dürfen, wird eine Vor-Ort-Kontrolle durchgeführt, um die Angaben des Winzers zu prüfen und anschließend ein Rodungsbescheid an die Betriebe verschickt. Erst dann dürfen das Laub, die Rebstöcke und der Drahtrahmen entfernt werden. In diesem Jahr sind die Bescheide bereits vor dem Erntestart in den Betrieben angekommen. In der Vergangenheit war die Freigabe relativ spät erfolgt, sodass die zur Umstrukturierung angemeldeten Weinberge in Pausen während der Weinlese nicht gerodet werden konnten.

Der BWV hatte sich daher für ein Vorziehen der Rodungsfreigabe ausgesprochen. Durch eine Umstellung des Antragsverfahrens in diesem Jahr kam das für die Umstrukturierung zuständige rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau dieser Bitte nach. Dadurch haben die Betriebe zukünftig die Möglichkeit, Unterbrechungen der Weinlese optimal zu nutzen. Oftmals legen die Winzer Erntepausen ein, um den besten Zeitpunkt für die Lese eines Weinbergs abzuwarten und so das Potential eines Jahrgangs voll auszuschöpfen. Aber auch witterungsbedingt kann es zum vorrübergehenden Aussetzen der Ernte kommen.