Neonikotinoide im Rübenanbau unerlässlich Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten Deutscher Produzenten

(bwv) Mainz. Nachdem Frankreich angekündigt hat, eine notwendige Ausnahmeerlaubnis für den Einsatz von Neonikotinoiden im Zuckerrübenanbau zu erteilen, erinnert der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV) erneut daran, dass dies auch für den heimischen Rübenanbau unerlässlich ist.

Mit dem Verbot sei weder der Umwelt noch der Schädlingsbekämpfung im Rübenanbau gedient. Vielmehr müssten die Landwirte seit dem Verbot häufiger Pflanzenschutzmittel einsetzen, als bei der Beize mit Neonikotinoiden. Die Beize sei in der Pille eingeschlossen, so dass es mehr als unwahrscheinlich sei, dass Insekten hiervon Schäden davontragen könnten.

Bereits im vergangenen Jahr mussten die heimischen Rübenerzeuger drastische Wettbewerbsnachteile hinnehmen, nachdem die meisten der europäischen Nachbarstaaten Notfallzulassungen für den Einsatz von Neonikotinoiden im Zuckerrübenanbau erteilt hätten, nur Deutschland nicht. Viele Landwirte steigen daher aus der Rübenproduktion aus.

Das Verbot ist im Bereich der Rüben sowohl aus fachlicher als auch aus ökonomischer Sicht völlig kontraproduktiv. Der BWV forderte daher Bundesministerin Klöckner auf, auch für die deutschen Rübenerzeuger eine Notfallzulassung auf den Weg zu bringen. Die Ministerin dürfe dieser Wettbewerbsverzerrung nicht länger zuschauen und müsse in dieser Frage endlich im Sinne des heimischen Rübenanbaus handeln.