Junge Winzer aus dem südlichen Rheinland-Pfalz erfolgreich Bundesfinale des Berufswettbewerbes im Weinbau

(BDL/BWV) Beim Bundesentscheid des Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend (BWB) Anfang Juni konnten die Bayern in der Haus- und Forstwirtschaft und in der Tier- und Landwirtschaft ihren Heimvorteil nutzen und brachten aus der Region am Ammersee die meisten Titel nach Hause. Im baden-württembergischen Nordheim, dem Austragungsort des Bundesentscheids im Weinbau, lagen aber die Rheinland-Pfälzer vorn. Bei den Auszubildenden im Weinbau (Sparte I) setzte sich Kristin Antweiler aus Volxheim (Ausbildungsbetrieb: Weingut Raddeck, Nierstein) durch. Jessica Himmelsbach aus Baden-Württemberg (Weingut Julius Zotz, Heitersheim) belegte den zweiten Platz vor Katharina Rößler aus dem rheinhessischen Eckelsheim (Weingut Dr. Heger, Vogtsburg). Auch unter den Fachschülern (Sparte II) schnitten die Teilnehmer aus dem südlichen Rheinland-Pfalz hervorragend ab. Den Sieg sicherte sich Christoph Baum-Barth aus Ingelheim, gefolgt von Martin Brengartner aus Ehrenkirchen (Baden-Württemberg) und Paul Krug aus Stadecken-Elsheim.

Bundesweit hatten sich seit Februar rund 10.000 junge Männer und Frauen aus der grünen Berufsbranche am 34. Berufswettbewerb beteiligt. Beim Bundesentscheid traten insgesamt 115 junge Frauen und Männer gegeneinander an, um ihre beruflichen Fähigkeiten in Theorie und Praxis zu messen.

In der Privatkellerei Rolf Willy in Nordheim (Baden-Württemberg) war der fachkundige Blick der Jungwinzer im Weinberg gefragt: Die Auszubildenden der Sparte I mussten die Bodenverhältnisse analysieren und entscheiden, welche Maschine und Anbaugeräte am besten geeignet sind, um den Boden zu belüften oder die Begrünung einzuarbeiten. Dazu gehörte natürlich auch ein Praxistest. Die zweite Aufgabe führte die Teilnehmer in den Keller, wo ein Wein steril zu filtrieren war.

In der Sparte Weinbau II mussten zehn Aromen blind erkannt und typische Weine für diese benannt werden. Außerdem mussten verschiedene Weine probiert, eventuelle Weinfehler erkannt und eine entsprechende Behandlungsempfehlung abgegeben werden. In einer weiteren Aufgabe musste der Gesundheitszustand der Reben erfasst werden, um dann die anstehende Pflanzenschutzmaßnahme den Erfordernissen des Weinberges perfekt anzupassen.

Die Vorsitzenden der Landjugend RheinhessenPfalz, Theresa Giloi und David Spies gratulieren allen Teilnehmern – nicht nur im Weinbau – für ihre großartigen Leistungen und wünschen ihnen auch für die Zukunft viel Erfolg bei der Ausübung ihres Berufes. Spies, der während seiner Ausbildung selbst am Berufswettbewerb teilnahm, möchte diese Erfahrung nicht missen. Denn unabhängig von den Platzierungen kenne der Berufswettbewerb nur Gewinner. Er bringe den Teilnehmern nicht nur neues Wissen und Selbstbewusstsein, sondern auch ein Netzwerk, mit dem sich die Herausforderungen der Zukunft besser meistern lassen. Darüber hinaus zeigen die angehenden Forst- und Tierwirte, die Landwirte, Hauswirtschafterinnen und Winzer gemeinsam, wie vielseitig, anspruchsvoll und modern ihre Berufe sind.

Der Berufswettbewerb der deutschen Landjugend wurde erstmals 1953 veranstaltet und zählt zu den größten grünen Fort- und Weiterbildungsprojekten Europas. Er wird vom Bund der Deutschen Landjugend e.V. gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband e.V. und ihren Landesverbänden sowie der Schorlemer-Stiftung und dem Deutschen LandFrauenverband e.V. ausgerichtet. Der Wettbewerb wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert.

Fotos: BDL

Bundessiegerin Weinbau I: Kristin Antweiler aus Volxheim vom Ausbildungsbetrieb Weingut Raddeck, beim sterilen Filtrieren eines Weines.

 

 

Drittplatzierte der Sparte Weinbau I: Katharina Rößler aus Eckelsheim vom Ausbildungsbetrieb Weingut Dr. Heger.

 

 

Glücklicher Bundessieger Weinbau II: Christoph Baum-Barth aus Ingelheim

 

 

Drittplatzierter Weinbau II: Paul Krug aus Stadecken-Elsheim

 

 

Die Platzierten im Bereich Weinbau (v.l.): Katharina Rößler (RLP), Jessica Himmelsbach (BW), Kristin Antweiler (RLP), Christoph Baum-Barth (RLP), Martin Berngarten (BW), Paul Krug (RLP)