Jan Metzler, MdB trifft rheinhessische Landwirte und Winzer in Berlin

(bwv) Mainz. Mit einer beeindruckenden Demonstration Ende November in Berlin brachte der landwirtschaftliche Berufsstand seinen großen Unmut über die Agrarpolitik der Bundesregierung auf die Straße. Auch aus Rheinhessen waren mehr als 50 Landwirte und Winzer in die Hauptstadt gekommen, um den Anliegen der Branche Gehör zu verschaffen. Teilweise hatten sie sogar an der großen Sternfahrt mit dem Traktor teilgenommen und waren viele Stunden zur Kundgebung gefahren. Am Rande der Demonstration trafen die rheinhessischen Teilnehmer den Bundestagsabgeordneten Jan Metzler, Wahlkreis Alzey-Worms, um über aktuelle agrarpolitische Entscheidungen, aber auch über die derzeitige Situation der Landwirtschaft in Deutschland und deren Zukunft zu diskutieren.

Neben der Auflagenflut und einer überzogenen Bürokratie, prangerten die Landwirte und Winzer auch die fehlende Wertschätzung ihrer täglichen Arbeit zum Wohle der Bevölkerung an. Die mangelnde Anerkennung drücke sich auch in einem viel zu niedrigen Erzeugerpreisniveau aus. Durch diese schwierigen Rahmenbedingungen sei die Wirtschaftlichkeit in vielen Bereichen nicht mehr gegeben und die junge Generation sei nicht mehr bereit die Betriebe fortzuführen.

Metzler zeigte Verständnis über die Verärgerung und sagte den Bauern seine Unterstützung zu. In der Gesellschaft müsse ein Umdenken stattfinden: Die Bevölkerung brauche ein Bewusstsein für ein realistisches Bild, das den Landwirten und Winzern gerecht werde. Er verurteilte auch, dass die Landwirte oftmals völlig zu Unrecht an den Pranger gestellt würden, obwohl sie unter den weltweit höchsten Standards hochwertige und gesunde Lebensmittel produzieren. Er wolle eine Versachlichung der Diskussion, zu der auch die ehrliche Analyse gehöre, wo die Politik nachbessern muss. Daher sei es wichtig, dass man mit den Landwirten und nicht gegen sie Lösungen findet. Das Ziel müsse sein, dass Landwirte und Winzer von ihrer harten Arbeit auch in Zukunft leben können, so Metzler.

©Büro Jan Metzler, MdB