Hartelt: Viele Schweinehalter in Rheinland-Pfalz zur Aufgabe gezwungen Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung trifft besonders kleinstrukturierte Regionen

(bwv) Mainz. „Nach der Entscheidung des Bundesrates zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung werden gerade in den kleinstrukturierten Regionen wie Rheinland-Pfalz viele Betriebe die Schweinehaltung aufgeben“, so der Präsident des Bauern-und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V., Eberhard Hartelt.

Mit der Entscheidung sind die Sauenhalter gezwungen, zeitnah Baumaßnahmen in ihren Ställen umzusetzen, was mit hohen Investitionskosten verbunden ist. Nach monatelangen Diskussionen zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung führt der nun gefundene Kompromiss in vielen rheinland-pfälzischen Betrieben zur Aufgabe der Schweinehaltung. Die Betriebe haben aufgrund der Einkommenssituation nicht die finanzielle Kraft, die nun geforderten Investitionen umzusetzen. Es ist nur schwer nachvollziehbar, dass solche Entscheidungen völlig an der Praxis vorbei getroffen werden und damit gerade die kleineren Betriebe in ihrer Existenz gefährdet werden.

Bereits in den vergangenen Jahren habe sich die Schweinehaltung aufgrund von strukturellen Nachteilen, wie z. B. der hohen Fleischbeschaugebühr immer weiter in die viehdichten Regionen verlagert. Der Selbstversorgungsgrad für Schweinefleisch liegt in Rheinland-Pfalz unter 10 %. Mit der getroffenen Entscheidung sei damit zu rechnen, dass dieser Anteil noch weiter zurückgehe, kommentiert Hartelt die Situation.

Präsident Eberhard Hartelt