Hartelt: Damit geht Hofreiter zu weit!

(bwv) Mainz. Eberhard Hartelt, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV), ist entsetzt über die jüngsten Äußerungen von Dr. Anton Hofreiter, Fraktionschef der GRÜNEN im Bundestag. Dieser wirft der deutschen Agrarpolitik Mitverantwortung für die Flüchtlingskrise vor. „Mit dieser verbalen Entgleisung ist die Grenze des Anstandes deutlich überschritten. Herr Hofreiter hat den Bogen vollkommen überspannt und betreibt eine Form des Populismus, die selbst im aufziehenden Bundestagswahlkampf absolut unwürdig ist!“

Der BWV-Präsident fordert die Parteikollegen Hofreiters deshalb auf, ihrem Fraktionsvorsitzenden Einhalt zu gebieten und in aller Deutlichkeit zu widersprechen. Hofreiter als Sprachrohr für landwirtschaftliche Themen sei untragbar. Dass er jetzt auch noch die Exporte der deutschen Bauern für die Flüchtlingskrise in der Welt verantwortlich macht, sei mehr als abenteuerlich. Die Menschen fliehen vor Krieg, Terror und politischer Verfolgung in ihren Heimatländern. Hofreiters Aussagen seien ein Schlag ins Gesicht für viele Flüchtlinge, denen er damit unterstellt aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation die Flucht zu ergreifen und ihre Heimat zu verlassen.

„Mit diesen Aussagen schafft es Herr Hofreiter in beeindruckender Art und Weise auch den letzten Zweifler von seinem fehlenden Sachverstand und seiner Inkompetenz zu überzeugen!“, so Hartelt. Dass er sich wenige Tage vor einer Agrarkonferenz der GRÜNEN zu Wort melde, zeige außerdem die wahren Beweggründe von Hofreiter, dem es mit Nichten um die Probleme der Bauern, sondern um die Stimmen bei der nächsten Wahl gehe.