Gestalter und Motor im ländlichen Raum BWV-Präsident Eberhard Hartelt feierte 60. Geburtstag

(bwv) Mainz. Am Sonntag, den 28. Oktober 2018, vollendete der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV), Eberhard Hartelt aus Göllheim, sein 60. Lebensjahr. Bei einem Empfang in seiner Heimatgemeinde Göllheim konnte der Jubilar zahlreiche hochkarätige Gäste aus der Politik, dem landwirtschaftlichen Berufsstand und dem öffentlichen Leben begrüßen. Zu Gast waren unter anderem der stellvertretende Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, Landwirtschafts- und Weinbauminister Dr. Volker Wissing, die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken, der Präsident des Deutschen Bauernverbandes e.V., Joachim Rukwied, sowie BWV-Ehrenpräsident und Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Ökonomierat Norbert Schindler. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner konnte zwar aus terminlichen Gründen nicht persönlich anwesend sein, ließ es sich aber nicht nehmen, dem BWV-Präsidenten ihre Glückwünsche per Videobotschaft zukommen zu lassen.

Der 1. Vizepräsident des BWV, Ingo Steitz, gratulierte Hartelt im Namen des gesamten Verbandes sehr herzlich und dankte ihm für sein langjähriges, außergewöhnliches Engagement im Sinne des landwirtschaftlichen Berufsstandes im südlichen Rheinland-Pfalz und weit darüber hinaus. Steitz blickte in seiner Ansprache auf die prägende Familiengeschichte des BWV-Präsidenten zurück, in der Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn eine große Rolle spielen. Steitz betonte, dass ohne den Rückhalt der Familie ehrenamtliche Tätigkeit in solch einem Umfang nicht möglich sei. Stellvertretend sprach er Hartels Ehefrau Doris seinen Dank und Respekt aus.

Eberhard Hartelt setzt sich seit mehr als drei Jahrzehnten in zahlreichen Ehrenämtern erfolgreich für die Landwirtschaft und den Weinbau im südlichen Rheinland-Pfalz und auf Bundesebene ein. Für den Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes e.V. (DBV), Joachim Rukwied, gehört er deshalb zu den agrarpolitischen Urgesteinen. In der Präsidentenrunde des DBV sei er eine angesehene Persönlichkeit. Mit Souveränität, Verbindlichkeit und Kompromissfähigkeit habe er das richtige Rückgrat für schwierigen Diskussionen. Dabei sei er nicht konfrontativ, sondern überzeugend. Darüber hinaus sei er ein wichtiges Bindeglied zur Landjugend. Dort begann auch Hartels agrarpolitische Laufbahn. Im Landjugendverband Pfalz war er als stellvertretender Vorsitzender aktiv, bevor er mit nur 28 Jahren in den Vorstand des BWV-Kreisverbandes Donnersberg berufen wurde. Wenige Jahre später wählten ihn die Berufskollegen seiner Heimatregion zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden und im Jahr 2002 zum Kreisvorsitzenden. Im Frühjahr dieses Jahres gab er den Vorsitz ab, um sich auf die Aufgaben auf Landes- und Bundesebene konzentrieren zu können und um eine Verjüngung des Vorstandes im Donnersbergkreis einzuleiten. Im Gesamtverband übernahm er im Jahr 2010 das Amt des Vizepräsidenten und wurde schließlich bei der Delegiertentagung des Verbandes im Jahr 2014 zum BWV-Präsidenten gewählt.

Sein Vorgänger im Amt, BWV-Ehrenpräsident Ökonomierat Norbert Schindler, sprach auf der Feier für die landwirtschaftlichen Organisationen in Rheinland-Pfalz. In seiner Laudatio würdigte er die Arbeit seines Nachfolgers. Hartelt sei ein hervorragender Vertreter des Berufsstandes und des BWV. Er mache weitsichtige Politik auf Landes-, Bundes-, und europäischer Ebene. „Wir sind alle stolz auf Dich!“, brachte Schindler die Wertschätzung der Landwirte und Winzer auf den Punkt.

Der rheinland-pfälzische Landwirtschafts- und Weinbauminister Dr. Volker Wissing bezeichnete Hartelt in seiner Rede als Gestalter und Motor im ländlichen Raum, der es schafft mit diplomatischem Geschick unterschiedliche Positionen zusammenzubringen. Er schätze an Hartelt seine Erfahrung, seine Fachkompetenz und sein Wertegerüst. Er sei dankbar eine solche Persönlichkeit als Ansprechpartner zu haben.

Im Jahr seiner Wahl zum BWV-Präsidenten übernahm Hartelt auf Bundesebene das Amt des Umweltbeauftragten des DBV und den Vorsitz des DBV-Umweltausschusses. Er gehört zudem dem Verbandsrat und dem Präsidium des DBV an. Umwelt und Natur sind wichtige Querschnittsthemen in seiner agrarpolitischen Arbeit. In verschiedenen Tätigkeiten setzt er sich im Interesse der Bauern und Winzer für einen konstruktiven Dialog zwischen landwirtschaftlichem Berufsstand und Naturschutz ein.  Er gehört dem Vorstand der Stiftung Natur- und Umwelt Rheinland-Pfalz an und ist Vorsitzender des Stiftungsrates der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft. Vor diesem Hintergrund bedankte sich die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken in ihrem Grußwort für die konstruktive, auf Kompromiss und Ausgleich zielende Zusammenarbeit. Es bräuchte Persönlichkeiten wie Hartelt, die mit positiven Ansätzen etwas bewegen wollen und so für gute Ergebnisse im Sinne von Landwirtschaft und Naturschutz als unverzichtbare Partner sorgen.

In anderen berufsständischen Organisationen engagiert sich der BWV-Präsident ebenfalls. Seit über 30 Jahren gehört er der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (LWK) an und ist seit 2005 Vorstandsmitglied. Für dieses vorbildliche Engagement verlieh ihm Ökonomierat Schindler in seiner Funktion als LWK-Präsident die Silberne Kammermedaille.

Seit 2015 ist Hartelt zudem Vorsteher des Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände Rheinland-Pfalz. Im Sinne der Landwirtschaft handelt er auch in seinen kommunalpolitischen Ämtern. Er ist Mitglied des Ortsgemeinderates und des Verbandsgemeinderates Göllheim und Mitglied im Kreistag des Donnersbergkreises. Für dieses Engagement dankten ihm der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Göllheim, Steffen Antweiler, und der Bürgermeister der Ortsgemeinde Göllheim, Dieter Hartmüller, in Ihren Grußworten.

Darüber hinaus war Eberhard Hartelt über viele Jahre hinweg ehrenamtlicher Richter am Landwirtschaftsgericht Rockenhausen, am Finanzgericht Neustadt an der Weinstraße und am Flurbereinigungsgericht für Rheinland-Pfalz und das Saarland in Koblenz.

Neben seinen vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten bewirtschaftet der Staatlich geprüfte Techniker für Landbau einen Ackerbaubetrieb im Donnersbergkreis, bis zum Jahr 2014 mit Sauenhaltung und Schweinemast.

Im Rahmen seiner Geburtstagsfeier wurde BWV-Präsident Eberhard Hartelt (m.) – im Bild mit seiner Frau Doris und LWK-Präsident Ökonomierat Norbert Schindler – als Anerkennung für seine besondere Verdienste um den landwirtschaftlichen Berufsstand mit der Silbernen Kammermedaille ausgezeichnet.