F.R.A.N.Z.-Projekt mit Deutschem Nachhaltigkeitspreis Forschung ausgezeichnet Entwicklung gemeinsamer Strategien von Landwirtschaft und Naturschutz honoriert

Von links nach rechts sind folgende Personen zu sehen: Dr. Philip Hunke, Cornel Lindemann-Berk, Stephan Zirpel, Sibylle Duncker, Dr. Thomas Schmidt, Prof. Dr. Michael Otto, DBV-Präsident Joachim Rukwied, BWV-Präsident Eberhard Hartelt, Steffen Pingen, Franziska Gawlik sowie Steffen Hogeback. Foto: Lisa Holler

(dbv/bwv) Berlin/Mainz. Das Dialog- und Demonstrationsprojekt F.R.A.N.Z. der Umweltstiftung Michael Otto und des Deutschen Bauernverbandes (DBV) wurde mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 in der Kategorie „Forschung“ ausgezeichnet. Die Jury würdigte insbesondere die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz sowie den frühen Praxis-Check und die gleichzeitig intensiven wissenschaftlichen Untersuchungen der entwickelten und erprobten Biodiversitätsmaßnahmen. Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V., die diese Auszeichnung unter anderem in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung verleiht, überreichte den Preis am 7. Dezember 2018 in Düsseldorf.

Bei dem Festakt war auch der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V., Eberhard Hartelt, zu Gast, der das Projekt als DBV-Umweltbeauftragter von Beginn an begleitet. Er sieht in dem Preis nicht nur eine Bestätigung und Anerkennung der bisherigen Arbeit innerhalb der Demonstrationsbetriebe, sondern auch ein Ansporn für die Zukunft: „Damit wir eine in allen Dimensionen nachhaltige Entwicklung der Produktion von Lebensmitteln weiterhin gewährleisten können, ist eine enge Verzahnung von Ökonomie und Ökologie unabdingbar. Das F.R.A.N.Z.-Projekt bietet dabei einen Lösungsansatz für den Zielkonflikt zwischen der weltweit wachsenden Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten auf der einen und der Bewahrung der Artenvielfalt auf der anderen Seite. Die Erkenntnisse aus dem Projekt sind daher von großem Wert für die gesamte Branche.“

„Das F.R.A.N.Z.-Projekt setzt zukunftsweisende Impulse für den Schutz der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. In intensiver Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft, ergänzt durch eine begleitende Forschung des Projektes, werden Lösungen für mehr Artenvielfalt entwickelt. Über die Auszeichnung haben wir uns außerordentlich gefreut. Sie bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und damit einen zentralen Beitrag zur Erreichung der Biodiversitätsziele in der Agrarlandschaft in Deutschland und Europa zu leisten“, betonte der Stifter und Unternehmer Prof. Dr. Michael Otto am Rande der Preisverleihung.

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, freut sich sehr über den Preis: „Diese Auszeichnung zeigt, dass es notwendig ist, die Landwirte in die Gestaltung von Naturschutzmaßnahmen mit einzubinden und partnerschaftlich zusammenzuarbeiten. Erfolgreiche Strategien für den Naturschutz in der Landwirtschaft erfordern Maßnahmen, die nicht nur die Artenvielfalt fördern, sondern gleichzeitig auch in die Betriebsabläufe integrierbar und wirtschaftlich tragfähig sind. Nur so lassen sich in der breiten Landwirtschaft biodiversitätsfördernde Maßnahmen umsetzen. Die Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises sehe ich als Auszeichnung für die Anstrengungen der beteiligten Landwirte, Betriebsberater und Forscher, Naturschutz und produktive Landbewirtschaftung miteinander zu vereinen.“

Das F.R.A.N.Z.-Projekt bietet durch die Einbeziehung aller relevanten Stakeholder, die intensive wissenschaftliche Begleitung und Beratung sowie die hohe öffentliche und politische Aufmerksamkeit die besten Voraussetzungen dafür, dass die im Projekt erfolgreich umgesetzten Naturschutzmaßnahmen bundesweit Akzeptanz und Nachahmer finden.

Weitere Information unter www.franz-projekt.de