Engagement hat sich ausgezahlt Preisübergabe "Agrarfamilie des Jahres" an Familie Guhl in Gerhardsbrunn

Veröffentlichung der Berichterstattung des Landwirtschaftlichen Wochenblattes: Die Leser der landwirtschaftlichen Wochenblätter haben die Familie Guhl aus Gerhardsbrunn vor einigen Wochen zur Agrar-Familie 2018 gewählt. Ende November erfolgte die Preisübergabe.

Der Verlagsleiter des Landwirtschaftsverlages Hessen, Josef Benner, übergab der Familie in feierlicher Runde einen Scheck über 7 000 Euro. „Mit dem Wettbewerb Agrar-Familie wollen wir darstellen, was die Landwirtschaft leistet. Die besten Botschafter dafür sind authentische Bauernfamilien wie die Familie Guhl“, sagte Benner. Generationenübergreifendes Arbeiten, weitreichende Öffentlichkeitsarbeit und innovative Ideen seien nur einige Bereiche, die die Familie Guhl auszeichneten.

In diesem Jahr waren insgesamt 94 Bewerbungen deutschlandweit zur Agrarfamilie 2018 eingegangen. In den vier Wochen, in denen online abgestimmt werden durfte, gab es hochgerechnet 13,8 Mio. Kontakte, bei denen Bürger etwas über den Wettbewerb Agrar-Familie erfuhren. „Damit haben wir das Ziel, die Landwirtschaft in die Öffentlichkeit zu tragen, mehr als erreicht“, sagte der Verlagsleiter.

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, Eberhard Hartelt, lobte die Professionalität, mit der die Familie Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Besonders stellte er die landwirtschaftlichen Videos von Sohn Dominik und Cousin Lukas heraus, die auf ihrem Youtube-Kanal Pfälzer Agrarvideos über 52 000 Abonnenten regelmäßig begeistern. „Die Jungs zeigen die Landwirtschaft authentisch, so wie das Leben auf dem Hof ist. Das kommt gut an und das ist es, was wir brauchen“, sagte Hartelt.

Auch der Landrat des Landkreises Kaiserslautern, Ralf Leßmeister, zeigte sich „beeindruckt, was hier geleistet wird“. Der Betrieb Guhl zeichne sich durch artgerechte Tierhaltung, innovative Vermarktung und starke Öffentlichkeitsarbeit aus, so Leßmeister. Als Beispiel nannte er das mittlerweile legendäre Hoffest, bei dem jährlich tausende Menschen nach Gerhardsbrunn strömten.  „Es ist wichtig, dass es solche Betriebe gibt, und ich bin stolz darauf, diese Auszeichnung in der Verbandsgemeinde zu haben“, sagte der Landrat. Die Preisübergabe wurde in das Fest für die Helfer der beiden Hoffeste integriert.

Über die Verwendung des Preisgeldes ist bisher noch nichts entschieden, die Familie hat mehrere Ideen für Investitionen. „Auf jeden Fall wollen wir das Geld in die Direktvermarktung stecken und diese ausbauen“, sagte Dominik Guhl. Möglicherweise soll der Verkaufsraum vergrößert werden oder ein Lebensmittelraum angeschlossen werden, in dem die Produkte für die Automaten hergestellt werden können. Eine weitere Idee wäre die ganzjährige Haltung von Weiderindern, die Dominik gerne verwirklichen und in die Vermarktung integrieren würde. Zur Entscheidung wird sicherlich noch der Familienrat einberufen. (jk)

Im Bild v.l.: Karl-Heinz Guhl, Verbandsgemeindebürgermeister Erik Emich, Sandra und Dominik Guhl, Phillip Müller, Ann-Katrin Guhl, vorne Reinhard Guhl, Lukas Guhl, Verlagsleiter Josef Benner, BWV-Präsident Eberhard Hartelt und Landrat Ralf Leßmeister. Foto: Krämer