Desinformation und Verunglimpfung

Gemeinsame Pressemitteilung des Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände
Rheinland-Pfalz, des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. und der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz:

Als völlig unangemessen werten die Wasser- und Bodenverbände in Rheinland- Pfalz, der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V. und die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz die Ausführungen der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie (GNOR) zu den geplanten Maßnahmen der Beregnung im Raum Sporkenheim. Offensichtlich wird durch eine gezielte Streuung von falschen Informationen aus der Naturschutzverwaltung ein örtlicher Naturschutzverband mobilisiert, sich unsachlich zu dem Antrag eines örtlichen Wasser- und Bodenverbandes zu äußern, Wasser für landwirtschaftliche Beregnungszwecke zu fördern. Offensichtlich kann der Vorsitzende der GNOR, Herr Heinz Hesping, den von ihm beschriebenen notwendigen Erhalt der gewachsenen naturräumlichen Struktur der Landschaft nicht mit der örtlichen Landwirtschaft in Verbindung bringen.

Selbstverständlich finden sich im Raum Mainz-Bingen nach wie vor viele Obstflächen. Wer aber den Erhalt des Obstbaus fördern möchte, der doch gerade für die genannten Arten wie Wiedehopf, Heidelerche und Neuntöter so wichtig ist, der muss der Landwirtschaft auch zubilligen, dass sie mit modernen Produktionsmethoden arbeitet. Ohne Wasser kann bei der Entwicklung des Klimawandels kein marktfähiges Obst erzeugt werden. Wer hier aus fadenscheinigen Gründen des Naturschutzes Verbote erteilen will, der leistet Vorschub für all diejenigen, für die es selbstverständlich ist, Obst als Importware zu kaufen. Mit der geplanten Entnahme von Grundwasser für die Beregnung sollen unter anderem Erdbeeren erzeugt werden. Es muss unser gemeinsames Ziel sein, die heimische landwirtschaftliche Produktion zu stärken, heimisches Obst direkt zu vermarkten, aber auch in den Supermärkten anzubieten. Es grenzt an eine Ignoranz der Tatsachen, dies von Seiten des Naturschutzes mit „Monoton-Intensivst-Bewirtschaftung“ zu bezeichnen.

Gleichzeitig noch zu einem Rundumschlag auszuholen und von einer Vergiftung des  Grundwassers zu sprechen, lässt den Eindruck vermuten, die Vertreter der Naturschutzverbände würden in einer anderen Realität leben. Es ist überhaupt nicht zu erkennen, wieso durch die Entnahme von Grundwasser für die Beregnung von Obstkulturen Schäden an der Natur angerichtet werden sollen. Es ist schlüssiges Verwaltungshandeln, wenn die hierzu vorgelegten umfangreichen Gutachten, die über ein Jahr Arbeit in Anspruch genommen haben, auch akzeptiert werden.