BWV-Präsident Hartelt: Vierten Weg zur Ferkelkastration nun rasch auf den Weg bringen

(bwv) Mainz. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V., Eberhard Hartelt, zeigt sich erleichtert über die Entscheidung des Koalitionsausschusses zur zweijährigen Verschiebung Präsident Eberhard Harteltdes Verbotes der betäubungslosen Ferkelkastration. Nun sei es wichtig, die Zulassung des vierten Weges mittels Lokalanästhesie umgehend auf den Weg zu bringen.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V. hat sich seit Beginn der Diskussion zum Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration für den Einsatz der Lokalanästhesie im Sinne des Tierschutzes eingesetzt, da die vorhandenen Alternativen für die kleinstrukturierten Betriebe im südlichen Rheinland-Pfalz nicht umsetzbar sind. Die Betriebe hätten die Sauenhaltung ohne die gestrige Entscheidung aufgeben müssen, so Hartelt.

Gleichzeitig kritisierte der BWV-Präsident die Hängepartie der letzten Wochen zu diesem Thema. Diese dringend notwendige Entscheidung hätte bereits viel früher getroffen werden müssen, so Hartelt. Das rheinland-pfälzische Umweltministerium singe immer wieder das hohe Lied der Regionalität, sei aber in der Diskussion zur Ferkelkastration nicht in der Lage gewesen, nach fachlichen Gesichtspunkten abzustimmen, sondern habe eine rein ideologische Diskussion geführt. Mit dieser Haltung hätte das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten nicht nur den Betrieben, sondern auch dem Tierschutz einen „Bärendienst“ erwiesen, so Hartelt weiter.

Die Umsetzung der nun anstehenden notwendigen Schritte müsse schneller, zielgerichteter und mit dem notwendigen Sachverstand erfolgen, stellte der BWV-Präsident klar.