BWV-Präsident Hartelt fordert schlagkräftige Offizialberatung zur Umsetzung der Düngeverordnung

Präsident Eberhard HarteltNach jahrelangen Verhandlungen brachte der nationale Gesetzgeber im Sommer 2017 die größte Reform des Düngerechtes seit mehr als zwei Jahrzehnten auf den Weg. Dabei hat die neue Düngeverordnung als Kernstück der Reform erhebliche Auswirkungen auf die Arbeit der Landwirte und Winzer. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V., Eberhard Hartelt, appelliert vor diesem Hintergrund an die rheinland-pfälzische Landesregierung, die Landwirte und Winzer im Land mit den zahlreichen neuen Vorschriften nicht alleine zu lassen. Die Beratung sei entsprechend auszubauen, um die Betriebe bei der schwierigen Umsetzung zu unterstützen.

Durch die verschärften Vorschriften kommen erhebliche zusätzliche Auflagen auf den Berufsstand zu. Nun sei das Land am Zug und müsse sich bei der Anwendung der Vorgaben in der Praxis deutlich stärker engagieren. Der BWV-Präsident fordert eine Aufstockung der Beratungskräfte an den Dienstleistungszentren Ländlicher Raum in diesem Bereich. Der Beratungsbedarf in den Betrieben sei bereits heute außerordentlich hoch und werde im kommenden Jahr, durch die zusätzliche Pflicht zur Erstellung einer Stoffstrombilanz, steigen.

Die Landwirte und Winzer im Land bräuchten deshalb mehr kompetente Ansprechpartner in der Beratung, die fachlich gesicherte Aussagen treffen können. Hartelt weist darauf hin, dass viele Regelungen der neuen Düngeverordnung auch relevant für die Einhaltung der so genannten Cross-Compliance sind, die wiederum Voraussetzung für den Erhalt der Direktzahlungen an die Betriebe ist. Es dürfe nicht sein, dass den Betrieben Sanktionen drohen, weil Beratungskräfte im Land fehlen. „Der Berufsstand leistet einen außerordentlich großen Beitrag, um die geforderten Ziele im Hinblick auf die Düngeeffizienz und die Wasserqualität zu erreichen – Gleiches erwarte ich von der Politik!“, so Hartelt abschließend.