BWV-Delegation auf dem Deutschen Bauerntag

(bwv) Mainz. Am 27. und 28. Juni 2018 fand in Wiesbaden der Deutsche Bauerntag unter dem Motto „Zukunft wächst auf dem Land“ statt. Die rund 600 Delegierten aus den 18 Landesbauernverbänden diskutierten insbesondere über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) und verabschiedeten mit der „Wiesbadener Erklärung“ die Kernforderungen des Berufsstandes zum EU-Finanzrahmen und zur GAP nach 2020 (https://www.bauernverband.de/wiesbadener-erklaerung). Darüber hinaus standen das Risikomanagement in der Landwirtschaft und die Öffentlichkeitsarbeit im Hinblick auf die Tierhaltung im Fokus.

Auch der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV) war mit einer Delegation vor Ort vertreten. Ihr gehörten BWV-Präsident Eberhard Hartelt, BWV-Ehrenpräsident Ökonomierat Schindler, die Kreisvorsitzenden des Verbandes, die Hauptgeschäftsführerin Andrea Adams und Vertreter der Landjugend an. Ihren ersten Auftritt beim Deutschen Bauerntag hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die in Ihrer Rede die Perspektiven der deutschen Landwirtschaft und Ihre agrarpolitische Agenda darstellte.

Die Ergebnisse aus der Diskussion im Forum zur GAP präsentierte BWV-Präsident Hartelt. Er stellte fest, dass noch viele Fragen offen und die konkreten Auswirkungen der GAP-Vorschläge der Europäischen Kommission für die Betriebe noch nicht fassbar sind. Darüber hinaus kritisierte er die bislang noch unstimmige Förderarchitektur und die Widersprüche im Hinblick auf die Gestaltungsspielräume der Mitgliedstaaten. Er zweifelte zudem die angekündigte Vereinfachung des komplexen GAP-Regelwerks an. Unabhängig von der Ausgestaltung, forderte Hartelt eine ausreichende Finanzierung der GAP, entsprechend ihrer Bedeutung als nach wie vor einzige vergemeinschaftete Politik der EU.