Bundesagrarministerin Julia Klöckner im Dialog mit Landwirten im südlichen Rheinland-Pfalz

(bwv) Mainz. Am 24. Mai 2018 besuchte die neue Bundesagrarministerin, Julia Klöckner, den Betrieb der Familie Zürker in Dudenhofen, um mit Vertretern des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV) und weiteren Landwirten über aktuelle agrarpolitische Fragen zu diskutieren.

Hauptthemen waren die Probleme der Sonderkulturbetriebe mit der Umsetzung des Mindestlohns und die Entfristung der 70-Tage-Regelung. BWV-Vizepräsident Johannes Zehfuß, MdL erläuterte, die Betriebe seien unbedingt auf die Fortführung und Entfristung der 70-Tage-Regelung angewiesen. Durch den Druck des Lebensmitteleinzelhandels und deutlich niedrigere Mindestlöhne in wichtigen Konkurrenzregionen, wie z. B. Spanien, seien die heimischen Erzeuger deutlich benachteiligt. Hermann Reber, Vorsitzender der BWV-Fachgruppe Gemüse ergänzte, der Strukturwandel im Sonderkulturbereich sei seit der Einführung des Mindestlohns immens.

Bundesagrarministerin Klöckner sagte zu, sich den vielen bereits vorgetragenen Punkten im Kampf gegen den unlauteren Wettbewerb anzunehmen. Sie werde unter Einbeziehung des Bundeskartellamtes Gespräche führen, um fragwürdigen Geschäftspraktiken zu Lasten der Erzeuger entgegenzuwirken.

Georg Riede, Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft „Pfälzer Grumbeere“ sprach mit weiteren anwesenden Landwirten die angespannte Situation im Bereich Pflanzenschutzmittelzulassung an. Kritisiert wurden neben der Dauer der Zulassungsverfahren auch die fachlich häufig fragwürdigen Kampagnen der NGO´s.

Die Ministerin zeigte großes Interesse an den Sorgen der Landwirte und sprach ihnen ihre Unterstützung zu. Sie werde sich im Sinne der Landwirtschaft und des Weinbaus dafür einsetzen, dass Entscheidungen der Politik wissenschaftsbasiert getroffen werden.

v.l.n.r. Hermann Reber, Herr Zürker, Bundesministerin Julia Klöckner, Johannes Zehfuß, MdL