Antragsverfahren „EULLa“ gestartet

Bild: Deutscher Bauernverband e. V.

Am 25. Juni 2018 wurde das Antragsverfahren für die Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen sowie für Maßnahmen zur Förderung des Ökologischen Landbaus im Rahmen des EU-Förderprogramms „EULLa“ eröffnet. Landwirte und Winzer können bis zum 20. Juli 2018 entsprechende Förderanträge stellen. Die Antragsformulare stehen bei den Kreisverwaltungen zur Verfügung. Dort können sich interessierte Betriebe auch über das Antragsverfahren informieren.

Das Förderprogramm EULLa (Entwicklung von Umwelt, Landwirtschaft und Landschaft) besteht aus insgesamt 16 förderfähigen Teilmaßnahmen, darunter zehn landwirtschaftliche Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, fünf Vertragsnaturschutzmaßnahmen und die Maßnahme Einführung/Beibehaltung des ökologischen Landbaus

Förderanträge können für alle 16 Programmteile gestellt werden:

  • Ökologische Wirtschaftsweise im Unternehmen
  • Umweltschonende Steil- und Steilstlagenbewirtschaftung
  • Anlage von Gewässerrandstreifen
  • Anlage von Saum- und Bandstrukturen
  • Grünlandbewirtschaftung in den Talauen der Südpfalz
  • Alternative Pflanzenschutzverfahren
  • Umwandlung von Acker in Grünland
  • Beibehaltung von Untersaaten und Zwischenfrüchten über den Winter
  • Umweltschonende Grünlandbewirtschaftung im Unternehmen und tiergerechte Haltung auf Grünland
  • Biotechnischer Pflanzenschutz im Weinbau
  • Vielfältige Kulturen im Ackerbau
  • Vertragsnaturschutz Grünland
  • Vertragsnaturschutz Kennarten
  • Vertragsnaturschutz Acker
  • Vertragsnaturschutz Weinberg
  • Vertragsnaturschutz Streuobst

Für die zehn landwirtschaftlichen Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) stehen für Neuanträge insgesamt  2,5 Mio. EUR bereit. Für die Vertragsnaturschutzmaßnahmen sind mindestens 0,5 Mio. EUR und für den ökologischen Landbau 2 Mio. EUR vorgesehen. Falls die eingehenden Anträge das Finanzvolumen überschreiten sollten, greifen die festgelegten Auswahlkriterien.

Zur Förderung der Biodiversität in der Agrarlandschaft tragen unter anderem die landwirtschaftlichen Programmteile Anlage von Saum- und Bandstrukturen auf Ackerflächen und die Vielfältigen Kulturen im Ackerbau bei. Insbesondere bei der Anlage von Blühstreifen legen die Landwirte Nahrungsquellen für Bienen und andere Insekten an und leisten somit einen wichtigen Beitrag für die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft.

Mit den Angeboten im Vertragsnaturschutz für die Produktionsbereiche Acker, Grünland, Streuobst und Weinberg wird zudem auf die partnerschaftliche Umsetzung des Leitziels Naturschutz durch landwirtschaftliche Nutzung gesetzt. Dabei werden Aktivitäten von Landwirtinnen und Landwirten, Winzerinnen und Winzern für den betrieblichen Naturschutz honoriert. Hierzu gehören zum Beispiel der Erhalt von artenreichen Feuchtwiesen, Magerweiden oder Halbtrockenrasen durch extensive Bewirtschaftung oder die Schaffung neuer Strukturen wie Lichtäckern, Ackerwildkrautstreifen oder Streuobstwiesen.

Die im Vertragsnaturschutz beantragten Flächen werden auf naturschutzfachliche Eignung geprüft. Eine positive Begutachtung ist Voraussetzung für die Förderung.

Fachliche Fragen zum Programm können mit den Beratern und Beraterinnen der Dienstleistungszentren für den ländlichen Raum (DLR) besprochen werden. Fragen zu den Vertragsnaturschutz-Programmteilen können entsprechend mit der Vertragsnaturschutzberatung im jeweiligen Landkreis geklärt werden. Zusätzlich werden in einigen Regionen Informationsveranstaltungen stattfinden. Die Termine werden noch bekannt gegeben.

Über Einzelheiten zu den Programteilen können sich Interessenten auf der Internetseite: www.eler-eulle.rlp.de bzw. www.agrarumwelt.rlp.de informieren.