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Situation in der Getreideernte spitzt sich zu

Die Witterung in den vergangenen Tagen mit immer wiederkehrenden Niederschlägen hat zu einer unerwünschten Verzögerung der Getreideernte im südlichen Rheinland-Pfalz geführt. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV) sprach die Problematik bei einer Veranstaltung mit Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt im pfälzischen Bockenheim an. Insbesondere in der Nord- und Westpfalz, wo je nach Gebiet noch ein Viertel bis ein Drittel der Winterweizenbestände auf den Äckern stehe, sorgten sich die Landwirte um ihre Ernte. Aber auch Restflächen in den früheren Regionen des Verbandsgebiets seien betroffen.

Aufgrund der Witterung würden die Getreidebestände derzeit nicht abtrocknen und könnten deshalb nicht geerntet werden. Falls es zeitnah keinen Wetterumschwung gebe, komme es zu Ertrags- und Qualitätsverlusten. Der BWV-Präsident hofft deshalb in den kommenden Tagen auf eine stabile Wetterlage mit Sonnenschein und ohne Regen, damit die Ernte zügig abgeschlossen werden kann. Beim Getreide insgesamt geht Hartelt derzeit von einer leicht unterdurchschnittlichen Erntemenge mit örtlich stark schwankenden Erträgen aus. Die Trockenheit und Hitze im Frühjahr hatte den Beständen bereits zugesetzt und zu einer schnellen Abreife geführt. Dass jetzt ausgerechnet zu viel Nässe die Ernte behindert zeige, dass auch dieses Jahr durch extreme Wetterkapriolen geprägt sei.