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Landessieger im Berufswettbewerb ermittelt

Berufswettbewerb LandesentscheidFlorian Kirner aus Gebhardshain, Bastian Adams aus Sargenroth und Patrick Bauer aus Lemberg sind die besten Auszubildenden in der Forstwirtschaft in Rheinland-Pfalz. Im Bereich der landwirtschaftlichen Berufsschüler hatten beim Berufswettbewerb der Deutschen Landjugend (BWB) Flavio Traxl aus Darmstadt, Tobias Fries aus Gerolstein und Steffen Henckel aus Diemelsee die Nase vorn. Die landwirtschaftlichen Fachschüler wiederum traten in Zweierteams an. Hier belegten Tobias Fiedler aus Habscheid mit Stefan Peters aus Buchet, Eric Scheuer aus Ralingen mit Ralf Zelder aus Plein sowie Lukas Bauster aus Waxweiler mit Patrick Weiß aus Roscheid die ersten drei Plätze. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e. V., Eberhard Hartelt, gratuliert den Siegern auf das Herzlichste.

Am 24. und 25. April 2017 hatten sich die insgesamt 34 Auszubilden der Land- und Forstwirtschaft sowie Fachschüler der Landwirtschaft in der Lehr- und Versuchsanstalt Hofgut Neumühle zum Landesentscheid des BWB versammelt. Sie hatten sich zuvor über Vorentscheide qualifiziert. Im Landesentscheid maßen sie ihre beruflichen Kenntnisse in Theorie und Praxis, aber auch Allgemeinwissen und die Fähigkeit zu präsentieren waren gefragt. Die beiden besten aus jeder Wettbewerbsgruppe (Auszubildende Landwirtschaft, Fachschüler Landwirtschaft und Auszubildende Forstwirtschaft) werden das Land Rheinland-Pfalz Mitte Juni beim Bundesentscheid in Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern vertreten.

 „Beim Berufswettbewerb geht es aber nicht nur darum, Bestleistungen abzuliefern. Vielmehr steht der Austausch unter den Teilnehmer, das Kennenlernen von Prüfungssituationen sowie jede Menge Spaß im Mittelpunkt", Sven Ulrich, Arbeitskreisleiter JunglandwirtInnen der Landjugend Rheinhessen-Pfalz. Matthias Genn, Vorsitzender der Landjugend Rheinland-Nassau und Wertungsrichter erklärte: „Wir wollen mit dem Wettbewerb die Lust zur beruflichen und persönlichen Weiterqualifizierung wecken und der Öffentlichkeit zugleich die Vielfalt der Grünen Berufe zeigen".

Der Berufswettbewerb der deutschen Landjugend, findet 2017 bereits zum 33. Mal statt und steht in Rheinland-Pfalz unter der Schirmherrschaft von Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing und wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz maßgeblich gefördert. Getragen wird er vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V., dem Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., der Arbeitsgemeinschaft der Landjugendverbände in Rheinland-Pfalz und den Landfrauenverbänden in enger Zusammenarbeit mit den Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR), den Forstämtern in Rheinland-Pfalz und der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Er steht unter dem Motto: „Grüne Berufe sind voller Leben - Wachstum, Stärke, Leidenschaft". Der Bund der Deutschen Landjugend ist überzeugt, dass mit den Grünen Berufen die ländlichen Räume eine Vorreiterrolle bei der Gestaltung unserer Zukunft einnehmen.

Der diesjährige Landesentscheid fand mit tatkräftiger Unterstützung des Hofgutes Neumühle und des Forstliches Bildungszentrums Rheinland-Pfalz in spannender Wettbewerbsatmosphäre statt. „Das waren zwei tolle und spannende Wettbewerbstage. Es hat echt Spaß gemacht. Das hätte ich anfangs gar nicht erwartet", so einer der erfolgreich Platzierten nach der Siegerehrung. Grußworte sprachen der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, Matthias Grohs für das Forstliches Bildungszentrum Rheinland-Pfalz sowie der Einrichtungsleiter des Hofgutes Neumühle, Dr. Karl E. Landfried. Auch Milchkönigin Carina Hirschen war angereist, um den Siegern ihre Glückwünsche zu überbringen sowie die Preise zu überreichen. Sven Ulrich und Mathias Genn gaben nach zwei ereignisreichen Wettbewerbstagen, die mit Spannung erwarteten Ergebnisse bekannt. Die Erstplatzierten konnten sich neben Ehrenurkunden und attraktiven Sachpreisen über eine mehrtägige, fachliche Lehrfahrt als Preis freuen.

Die Aufgaben waren vielfältig und forderten die Teilnehmer in allen Bereichen ihres Berufes. So mussten die Auszubildenden der Landwirtschaft  auch einen Kurzvortrag halten. Das Thema lautete: „Tag des offenen Hofes. Stellen Sie einer BesucherInnengruppe die Tierhaltung Ihres Betriebes vor und begründen Sie, warum sich Ihr Betrieb für die jeweilige Haltungsform entschieden hat". Zu „Chancen und Risiken von digitalen Medien im landwirtschaftlichen Betrieb" sollten die Fachschüler der Landwirtschaft referieren. Auch die Forstwirte hatten einen Kurzvortrag auf der Aufgabenliste und konnten dabei zwischen unterschiedlichen Themen wählen.

In der landwirtschaftlichen Fachpraxis mussten die Auszubildenden unter anderem ein Getreideschlag bonitiert, eine Kuh bzw. ein Schwein beurteilt und eine verkehrssichere Transporteinheit mit Anhänger herstellen. Bei den Fachschülern galt es, in Zweierteams eine Kuh hinsichtlich ihres Futterzustands zu beurteilen und eine passende Ration aus den zur Verfügung stehenden Futtermitteln zusammenzustellen und zu berechnen. Die Wirtschaftlichkeit sollte dabei natürlich auch nicht aus den Augen verloren werden. Auch in dieser Gruppe musste die Bonitur eines Getreidebestands durchgeführt werden.

Bei den Forstwirten waren der Wechsel einer Motorsägenkette, der Kombinationsschnitt an zwei hochgelegten Stämmen, die Anlage einer Fallkerbe bzw. der Fällschnitt am Stock, die Pflanzung von Bäumen und das Bestimmen von Schadbildern, Holzarten und Bäumen, Sträuchern sowie geschützten Pflanzen in strengen Zeitvorgaben gefordert. In den standardisierten Praxisaufgaben trat der Wettbewerbscharakter besonders deutlich hervor und es zeigte sich, wer sich gut vorbereitet hatte.

Am Abend des ersten Wettbewerbstages gab es für alle Teilnehmer, Richter und Helfer eine sehr interessante und kurzweilige Führung durch das Fußballstadion des 1. FCK auf dem Betzenberg in Kaiserslautern. Der anschließende Filmabend, bei dem „Das Wunder von Bern" gezeigt wurde, war ein passender Ausklang.

Der Landesentscheid wäre ohne die tatkräftige Unterstützung der Mitarbeiter des Hofgutes Neumühle, des Forstlichen Bildungszentrums Rheinland-Pfalz und der DLRs nicht möglich gewesen. Ihnen gebührt ein besonderer Dank für die sehr gute, pragmatische Unterstützung und Zusammenarbeit. Allen ehren- und hauptamtlichen Richtern sei gleichfalls für ihr Engagement beim Berufswettbewerb der deutschen Landjugend herzlich gedankt. Ein Dank geht aber auch an alle anderen Helfer des Wettbewerbs und nicht zuletzt an die großzügigen Sponsoren der Sachpreise. Abschließend bleibt der Wunsch, dass sich die Teilnehmer des Landesentscheids, die sich für den Bundesentscheid qualifiziert haben, das Land Rheinland-Pfalz würdig vertreten und Platzierungen auf den vorderen Rängen mit nach Hause bringen. Die Landjugend RheinhessenPfalz und der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V. wünschen ihnen schon jetzt viel Erfolg und drücken ihnen die Daumen.